written but never published 24.SEP.2018
Montag Abend und die Routine des Lebens hat wieder mal voll eingeschlagen. Ich sitze am ende des Massivholz Esstisches meiner Familie. Hochgelegte Füße auf einen anderen Stuhl, der wie angegossen auf der linken Seite steht. Ich überlege und grüble wie es wieder so weit kommen konnte, dass ich wieder in dieses mega langweilige Schema reinfallen konnte. Im Endeffekt warte ich seit ein paar Wochen auf etwas. Ich weiß nur nicht was. Irgendetwas muss passieren. Einfach etwas, nur um aus diesem Altagstrott auszubrechen.
Zurückgekommen aus dem Ausland, weg von meiner Insel, wo ich alles hatte, wo ich aber genau aus dem Grund wieder weg bin. Eben weil ich alles hatte. Ich wollte nie alles. Es hat sich nur alles so ergeben. Es war ein Abenteuer als ich geflüchtet und mich auf die Suche gemacht habe und am Ende war es wie mein Jugendzimmer, nur irgendwo anders. Diese verdammte Routine. Immer wieder bin ich in Sie hineingefallen. Die Geselltschaftlichen pflichten haben logischerweise dazu beigetragen, was mir aber stets bewusst war. Ich wollte mit Maß und Ziel ausbrechen. So habe ich es jedenfall meiner Famile & Freunden klar gemacht. Ein Rebell und Wiedersacher war ich in gewisser hinsicht immer schon. Mir war aber steht wichtig was andere über mich denken. Ein Aufgedrehtes Kerlchen halt.
Jedenfalls als ich beschloss mich auf die Suche nach einem Abenteuer zu machen, wollte ich mir eine Kindheitstraum erfüllten, der mir Quasi in die Wiege von meiner Mutter gelegt wurde.
Ich hatte schon in der Grundschule Längere Haare, Sie machten jedoch nie solch einen Eindruck, da ganz leicht die Locken meiner Mum durchkamen. Dunkelbaun doch in der Sonne schimmernd und an den Spitzen sich leicht einkringelnd, mit einer Holzpailettenkette die ich eing um meinen Hals trug, braun gebrannt von der Sonne, die aber anscheinend immer nur ich abbekommen habe,mit einem breiten,glücklichen und ehrlichen Grinsen, stand ich da, in der Mitte meines Klassenfotos. Könnte auch mit Photoshop reinkopiert worden sein, da ich wie eben beschrieben, nicht der Typischen Beschreibung entschrochen habe.
Jedenfalls zu dieser Zeit, als ich so ungefähr zehn Jahre alt war, und Mädchen überhaupt noch keine Bedeutung hatten, welche in Zukunft eine große Rolle spielen sollten, dort habe ich beschlossen Surfer zu werden. Ich wollte auf Wellen reiten, am Strand Kokosnüsse trinken, am Lagerfeuer Fisch grillen und um irgend etwas in der Tasche zu haben, Unterricht geben, da ich damals schon so selbst überzeugt von mir war das ich es anderen Beibringen konnte, wobei ich noch keine Ahnung was mich zu erwarten hatte.
Mich hat nicht mehr gehalten. Geplant war es in meine Gedanken sowieso schon immer, jedoch hat der Zeitpunkt nie gepasst. Habe immer Ausreden gefunden warum etwas nicht funktionieren sollte wie ich es mir eben vorgestellt habe. Ich habe schon nach der Schule, mir meiner Meinung nach eine Job gesucht, den ich überall ausüben konnte, der Überall auf der Welt von nutzen sein konnte und wie es sich auch bewiesen hat, mir im Alltag weitergeholfen hat.